Bandscheibenvorfall – Erklärung

Was sind Bandscheibenvorfälle? Im unteren Teil der Wirbelsäule befinden sich die fünf Bandscheiben der Lendenwirbelsäule. Diese Bandscheiben tragen dazu bei, die durch Schwerkraft und körperliche Betätigung auf die Wirbelsäule wirkenden Belastungen abzufangen.

Die Bandscheiben verfügen über einen äußeren Ring, der als Anulus oder Faserknorpelring bezeichnet wird. Er besteht ähnlich wie ein Autoreifen aus mehreren Schichten zähen Fasergewebes.

Das Innere dieses „Reifens“ ist mit weicherem Material gefüllt, das als Nucleus (Kern) bezeichnet wird.

Bei einem Bandscheibenvorfall führt ein teilweises oder vollständiges Reißen des Anulus dazu, dass ein Teil des Nucleus sich entweder vorwölben oder ausbrechen kann. Hierdurch wird Druck auf die Nerven ausgeübt, was Schmerzen verursacht.

Es gibt drei Typen von Bandscheibenvorfällen:

Das häufigste Symptom von Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule sind Ischiasbeschwerden. Hierbei handelt es sich um charakteristische Schmerzen im Bein. Gelegentlich können in Verbindung mit Ischiasbeschwerden auch Schmerzen im unteren Rücken auftreten.

Bandscheibenvorfälle sind ein häufiges Problem und der Grund für mehr als 1 Million Operationen pro Jahr.

Welches sind die Symptome eines Bandscheibenvorfalls?

Die Symptome eines Bandscheibenvorfalls sind abhängig von der genauen Lokalisation an der Wirbelsäule, wo der Vorfall sich ereignet, sowie davon, ob Nervengewebe dadurch irritiert wird. Ein Bandscheibenvorfall kann völlig symptomfrei sein. Andererseits kann ein Bandscheibenvorfall im betroffenen Segment lokale Schmerzen verursachen.

Wenn die Hernie groß genug ist, kann das Bandscheibengewebe Druck auf die benachbarten Spinalnerven ausüben, die auf Höhe der betroffenen Bandscheibe aus der Wirbelsäule austreten. Dies kann zu einschießenden Schmerzen in das Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs führen, die gewöhnlich auf einer Körperseite auftreten. So kann zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel einschießende Schmerzen über das Gesäß, die Rückseite des Oberschenkels bis in den Unterschenkel verursachen. Manchmal treten auch Taubheit und Kribbeln im Bein auf. Im Stehen sind die Schmerzen oft stärker und werden im Liegen schwächer.

Ein besonders großer Bandscheibenvorfall kann dazu führen, dass Druck auf die Spinalnerven auf beiden Körperseiten ausgeübt wird. Dies kann zu extremen Schmerzen in beiden unteren Gliedmaßen führen. Eine bedeutende Schwächung der unteren Gliedmaßen und sogar Blasen- und Darmentleerungsstörungen können daraus resultieren. Der medizinische Fachausdruck dafür ist „Cauda-equina-Syndrom“.

Wie werden Bandscheibenvorfälle diagnostiziert?

Wenn die in dieser Broschüre beschriebenen Symptome auftreten, wird der Arzt einen Bandscheibenvorfall vermuten. Die neurologische Untersuchung kann anormale Reflexe ergeben. Häufig treten Schmerzen auf, wenn das gerade Bein im Liegen oder Sitzen angehoben wird. Dieser Test wird als „Lasègue-Zeichen“ bezeichnet. Hierbei kann es zu anormalen Gefühlswahrnehmungen im Fuß oder Bein kommen.

Häufig werden verschiedene Bluttests durchgeführt, um Anzeichen von Entzündungen oder Infektionen zu erfassen.

Einfache Röntgenaufnahmen können den „Verschleiß“ (Degeneration) der Wirbelsäule erkennbar machen. Auf ihnen lässt sich jedoch nicht der Zustand der Bandscheiben darstellen. Um festzustellen, ob ein Bandscheibenvorfall vorliegt, wird zur Diagnose eine Magnetresonanz- oder Computertomographie durchgeführt.

Eine Elektromyographie (EMG) kann zur präzisen Dokumentation der durch den Bandscheibenvorfall gereizten Nerven verwendet werden.

Für mehr Informationen über, die Behandlung von Bandscheibenvorfällen, den Anulus Verschluß mit Barricaid® und Fachkliniken in Ihrer Nähe, besuchen Sie bitte unsere Patienten Website unter www.bandscheibenvorfallinfo.de.

 

Thank you for requesting the origional presenter slides for 'Preventing Reherniations with an Anular Closure Prosthesis'. Please fill out and send this form to complete your request.