Die Operation

Dieses Kapitel soll einen Überblick über die wichtigsten chirurgischen Überlegungen geben, die vor und während der Operation für die klinische Behandlung mit der Barricaid® Anulus-Teilersatz in Betracht zu ziehen sind. Die Barricaid®-Gebrauchsanweisung und das Handbuch der Operationstechnik enthalten eine vollständige Beschreibung der Indikationen, Warnhinweise, Warnungen, Kontraindikationen und der chirurgischen Techniken zum Vorbereiten der Instrumente und zum Implantationsverfahren.

Der chirurgische Eingriff mit der Barricaid® Anulus-Teilersatz ist ein Zusatz zur begrenzten lumbalen Diskektomie zum Teilersatz eines posterioren Anulus-Defekts, der zum Zeitpunkt der Operation festgestellt wird.

Barricaid® Surgical Implantation

Produktbeschreibung

Die Barricaid® für den Teilersatz des Anulus  ist ein Implantat, mit dem das Risiko einer rezidivierenden Bandscheibenhernie durch den Anulus-Defekt nach einer begrenzten Diskektomie gemindert wird. Die Barricaid® Anulus-Teilersatz steht in drei Netzbreiten (8 mm, 10 mm und 12 mm) zur Verfügung und wird fertig montiert und bestückt an einem Einweg-Applikator geliefert.

Die Barricaid®-Implantationsinstrumente sind in einem Instrumentensieb gepackt, indem sie autoklaviert werden können. Es sind alle Instrumente enthalten, die für die operative Implantation (und falls notwendig Explantation) der Barricaid®-Anulus-Teile

Einrichtung des Röntgengerätes

Um die richtige Ausrichtung und Verwendung der Messinstrumente sowie die richtige Ausrichtung und Paltzierung der Barricaid® Anulus-Teilersatz sicherzustellen, ist die intraoperative Durchleuchtung unerlässlich.

Die entsprechende Endplatte muss vor Beginn der Implantation deutlich sichtbar und korrekt plan parallel dargestellt sein.

Lage und Größe des Anulus-Defekts

Die Barricaid® Anulus-Teilersatz ist für der Teilersatz eines Anulus fibrosus-Defektes im posterioren Anteil der Bandscheibe der Lendenwirbelsäule gedacht.

  • Um die Barricaid® Anulus-Teilersatz zu implantieren, muss ein Defekt oder eine Schwächung des Anulus fibrosus vorhanden sein. Die Barricaid® Anulus-Teilersatz sollte möglichst durch den schon bestehenden oder natürlicherweise aufgetretenen Defekt im Anulus eingebracht werden.
  • Die posteriore Bandscheibenhöhe muss mindestens 3 mm betragen. Dies entspricht der Höhe des kleinsten Größenmessstabes.
  • Der Defekt des Faserrings sollte nicht höher als 6 mm und nicht breiter als das einzubringende Netz sein (z. B. sollte der Anulus-Defekt für ein 8 mm breites Netz nicht breiter als 8 mm, für ein 10 mm breites Netz nicht breiter als 10 mm und für ein 12 mm breites Netz nicht breiter als 12 mm sein). Die Höhe der Bandscheibe ist nach oben nicht begrenzt, nur die Höhe des Anulusdefektes.
  • Messen von Höhe und Breite des Defektes, indem unterschiedlich große Messinstrumente in beide Richtungen in den Anulus-Defekt eingeführt werden.
  • Die Barricaid® Anulus-Teilersatz kann in den unteren oder den oberen Wirbelkörper implantiert werden.
  • Es muss bestätigt werden, dass ein vollwandiger Defekt vorliegt. Dazu wird ein Messinstrument in den zentralen Bereich des Bandscheibenraums eingeführt.

Zugang und Winkel feststellen

Für die Implantation der Barricaid® Anulus-Teilersatz muss ein ausreichender Zugang zur Implantationsstelle vorhanden sein, damit die Barricaid® Anulus-Teilersatz und die Implantationsinstrumente durch die Lamina zu Bandscheibe und Anulus geführt werden können. Es muss sichergestellt werden, dass der Hautschnitt so angelegt wird, dass der entsprechende Winkel und Zugang zu dem Defekt und dem Zielwirbelkörper gegeben ist. Abhängig von der Stelle des Anulus-Defekts kann es erforderlich sein, Knochenmaterial von der Lamina zu entfernen, um ausreichenden Zugang zu erhalten.

  • Durch die Anulotomie wird das distale Ende des Probeimplantates geführt. Die distale Spitze des Teststabs wird an die Endplatte des Wirbelkörpers gehalten, in den das Implantat eingesetzt wird. Das distale Ende des Teststabs wird gegen die posteriore Wand des Wirbels positioniert. Im Röntgenbild wird die korrekte Position überprüft. Ist der Zugang durch die Lamina blockiert, wird noch schrittweise Knochen von der Lamina entfernt, bis der Zugang frei ist.
  • Um den optimalen Winkel für die Implantation zu bestimmen, wird der Teststab parallel zur Endplatte positioniert. Dieser Winkel wird gespeichert, da er bei der Implantation repliziert werden soll. Um den passenden Winkel zu erreichen, darf nur wenig oder keine Kraft aufgewendet werden. Sollte dennoch eine Kraftanwendung notwendig sein, muss zusätzlich Knochen von der Lamina entfernt werden. Alternativ sollte überlegt werden, ob nicht die gegenüberliegende Endplatte eher für die Implantation in Frage kommt.

Implantation

  • Das distale Ende des Applikators (einschließlich Implantat) wird durch den Anulus-Defekt eingeführt. Die Markierungsstifte werden parallel zur Endplatte des Wirbelkörpers gehalten, in den implantiert wird.
  • Der Applikator wird in dem gemäß Kapitel 4.3 bestimmten Implantationswinkel ausgerichtet. Um die richtige Drehung zu gewährleisten, sollte der Ausrichtstab am proximalen Ende des Applikators parallel zur Ebene der Bandscheibe verlaufen. Durch eine Röntgenkontrolle wird sichergestellt, dass die Markierungsstifte an der Endplatte ausgerichtet, nicht verdreht und in einer Ebene sind.
  • Das distale Ende des Barricaid®-Applikators wird mit ruhiger Hand in einer konstanten Position gegen die posteriore Wand des Ziel-Wirbelkörpers gehalten. Mit dem mitgelieferten Hammer wird am proximalen Ende des Applikators auf die Schlagkappe geschlagen, bis die Tiefenanzeige an der Schlagkappe die richtige Tiefe anzeigt. Es muss mit leichten, stetigen Schlägen auf die Schlagkappe geschlagen werden. Dies trägt dazu bei, dass der richtige Winkel beibehalten wird und vermindert so das Risiko, den Wirbelkörper aufgrund einer schlechten Ausrichtung zu schädigen. Wenn die Barricaid® Anulus-Teilersatz vollständig eingebracht ist, ist sie ~2 mm tief im Knochen versenkt.
 

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